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Schützen pflegen Wallfahrtstradition

Fünf Sennebruderschaften demonstrieren in Werl eine intakte Gemeinschaft

Werl/Sennelager/Sande (WV). Im Mariannischen Jahr 1954 fassten die Obristen der fünf Sennebruderschaften (Sennelager, Hövelhof, Ostenland, Sande und Stukenbrock-Senne) den Beschluss, eine eigene Wallfahrt nach Werl durchzuführen. Diese alte Tradition haben jetzt 400 Schützen der fünf Bruderschaften gepflegt.

Seit 1965 wird die Werlwallfahrt regelmäßig alle fünf Jahre durchgeführt. »Es wäre doch ein machtvolles Bekenntnis zu unseren Idealen und zur Mutter Gottes«, so war die damalige einhellige Meinung.
Und dieser Zuspruch hat sich bis heute fortgesetzt. In einer beeindruckenden Messfeier wurde zur Mutter Gottes gebetet und die schönsten Marienlieder wurden gesungen. Die Messe wurde vom Weihbischof Mathias König zele-briert, an seiner Seite Diözesanpräses Meinolf Wieneke aus Sennelager, der Schützenpräses Bernd Haase aus Hövelhof und Präses Josef Mersch aus Sande.
Einen besonderen Zuschnitt bekam der Gottesdienst durch die Mitwirkung des 80 Personen starken Hubertuschores aus Sennelager und der Blaskapelle Cäcilia aus Ostenland. Nach dem festlichen Auszug versammelten sich die Schützen zum Frühstück und Mittagessen in der Stadthalle Werl. Wallfahrtsorganisator Ehrenoberst Gustav Theismann aus Hövelhof begrüßte alle Bruderschaften und ganz besonders die hohe Geistlichkeit. Ein besonderer Dank galt Weihbischof Mathias König, der spontan zugesagt hatte, an dieser Wallfahrt teilzunehmen. In seinen Worten kam dann auch noch einmal zum Ausdruck, wie beeindruckt der Weihbischof von der geballten Macht und dem Auftritt der Schützen zur Ehre Mariens war. Es sei ein beeindruckendes Zeugnis des christlichen Glaubens und eine Demonstration einer intakten Gemeinschaft. Gerade diese Gemeinschaft zwischen den Schützen aber auch zu allen anderen Gruppen und Bürgern, egal welcher Herkunft, sei in heutiger Zeit eine sehr wichtige Aufgabe. Gustav Theismann begrüßte auch Ehrenbezirksbundesmeister Richard Kirchhoff, der in seinem Referat über die Geschichte des Bundes der Historischen deutschen Schützenbruderschaften sprach. Ihm war es wichtig, die sozialen und menschlichen Leistungen der Schützen im Paderborner Land ins rechte Licht zu rücken. Er forderte, die Schützengemeinschaft zu erhalten und zu pflegen.
Untermalt wurde das Programm in der Stadthalle von Vorträgen des Hubertuschores und von der Ostenländer Blaskapelle. Beendet wurde der Wallfahrtstag durch die Schlussandacht in der mächtigen Basilika. Wallfahrtsleiter, Franziskanerpater Urban, verabschiedete die Sennewallfahrer mit den Worten: »Ihr habt uns so viel Freude bereitet, ihr könnt jederzeit wiederkommen«.

Artikel vom 13.10.2005